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klasse beitrag.-)
von taurin pulver: 5. Dezember, 07:42
...
Klasse Beitrag! .-)
von taurin pulver: 5. Dezember, 07:38
Na da habt ihr euch ja ein paar besonders einfallsreiche kommentare eingefangen.
Also ich finde die Bilder auch ...
von pokerfieber.com: 24. Juli, 17:26
Poker Einzahlungsbonus
Sehr schön mal eure Anfänge ...
von alfred14: 14. Juli, 20:52
Treue halten
Ich werde Euch auch unter der neuen ...
von unternehmensberater: 16. September, 19:00
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theresa schubert über American Splendor

Zum Aspekt von Ordnung und Unordnung in American Splendor

Harvey Pekar ist ein Chaot.
Wer seine Wohung betritt muss aufpassen nicht über 1000erlei verschiedenen Krempel zu fliegen. Hunderte von Jazzplatten und Comicheftchen türmen sich in seinen Regalen vom Fussboden bis zur Decke. Apspülen ist seine Achillesverse, auch nach 10mal Waschen sind die Teller noch schmutzig warnt er seine zukünftige Frau Joyce bei ihrem ersten Besuch vor.

Dem gegenüber steht sein Beruf: er ist Sachbearbeiter in einem Veterinärskrankenhaus. Seine Hauptbeschäftigung: Akten sortieren/ Akten ordnen- das heisst er hält Ordnung über eingelieferte und entlassene Patienten.

Aber: Harvey Pekar ist nicht zufrieden mit der Ordung der Dinge. Und mit der Ordnung in seinem Kopf.
| Veränderung | Er beginnt seine Erlebnisse und Erfahrungen niederzuschreiben, karikiert sie und am Ende wird daraus ein Comic. Eine neue Art von Comic: Alltagswelt statt Superheld.

Und das erstaunliche, Harvey Pekar, die Verkörperung eines Looser-Typus mit schlurfendem Schritt und krächzender Stimme, hat Erfolg mit seinen Comics. Das bringt ihm Fernsehauftritte in der Late Night auf NBC ein. Doch dann schlägt sich sein Non- konformismus durch. Schon als Kind konnte es sich nicht der Ordnung der Gesellschaft anschliessen. Ist es nicht komisch, dass der Fernsehsender General Electric gehört und die Waffen in den Iran verkaufen? Sein kritisches Statement kostet ihm zwar seine mittlerweile regelmässigen Fernsehauftritte, aber dafür hat er eine Meinung und die kann er vertreten.

Das ist die fiktive Ebene des Films, denn auch der Film unterliegt einer Ordnung: Es gibt eben genannte fiktive Ebene, die Harvey Pekars Leben zeigt, dann gibt es die dokumentarische mit dem echten Harvey Pekar. Und natürlich die Ebene des animierten Comic American Splendor.

Die Comicebene entspricht ganz ihrem Medium und taucht immer wieder ungefragt und plötzlich in der fiktiven Ebene auf, mal sitzt ComicHarvey auf der Bank, mal kratzt er sich am Hinterkopf. Und so werden die beiden Ebenen vermischt, sie gehen ineinander über.

Die dokumentarische Ebene hingegen zeichnet sich aus durch eine extreme Ordnung. Harvey Pekar sitzt in einem Studio vor einem Mikrofon und Tonband, er selbst spricht das voice- over für sein Schauspieler- Ich, und so gibt er uns einen Einblick hinter die Kulissen des Films. Das alte Motiv „der Film im Film“, aber hier vollzieht sich ein Wandel im Verlauf der Erzählung.
Zu Beginn ist der Raum klinisch weiss und absolut minimalistisch eingerichtet. Dieser Raum, diese Ebene in der sich der echte Harvey Pekar aufhält, vermittelt also zum einen die nahezu absolute Ordnung, zum anderen eine gewisse Art von Abgehobenheit/ Übergeordnetheit, da man keine Begrenzung des Raumes erkennen kann. Jegliche Trennung zwischen Boden, Wand und Decke verschwindet im Weiss. Doch dies verändert sich im Laufe des Filmes. Mehr Gegenstände reihen sich um Harvey, Personen laufen durchs Bild.
Auch hier eine Überschneidung zwischen der fiktiven und der dokumentarischen Ebene: die Requisiten der Schauplätze tauchen wieder im Studio auf, Plattenregale türmen sich auf, auf einaml sind da die Aktenschränke aus dem Krankenhaus.

Und irgendwie war mein Eindruck, dass durch die absolute absolute Überinszenierung des echten Harvey in diesem Studio- das Bild mit steigender Anzahl der Gegenstände im Raum immer mehr zu seinem Comic selbst wird.
 

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