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13 Lakes
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Schwarzes Glas. Edi Die Leinwand ist schwarz. Und nicht weiß.
Edi Man sagt, die Wohnung spiegle das Innere eines Menschen wider. Die Frauenzeitschrift Allegra bildet in jeder Ausgabe ein Foto vom Schlafzimmer eines Prominenten ab. Dazu gibt es eine Interpretation zu dessen Seelenleben. In dem visuelle, akustisch und inhaltlich bewegenden Film Edi, erzählen die Schlafstätten der Personen, oder genauer die über den betten angebrachten Bilder, die Geschichte ihrer Sehnsüchte. Immer wieder gibt es lange Einstellungen, in denen Personen auf ihren betten gezeigt werden. Die Bilder im Hintergrund geben mit dem Leben von Edi, Jurek und “Julia” einen oft von Widersprüchen geprägten Eindruck ihrer Wunschwelten. Der Traum vom Paradies und der Wandel dieser Vorstellung mit den Erfahrungen der Träumer ist Thema in Gesprächen zwischen Edi und Jurek aber auch in den Bildern selbst. Für den Schrotthändler Jurek liegt das Paradies im Besitz von drei Fernsehgeräten, wie er auf dem Bett sitzend seinem belesenen Freund Edi erzählt. Im letzten Viertel des Films findet Jurek jedoch sein Glück in genau der Landschaft, die auf dem Ölgemälde über dem mit Edi geteilten Ehebett abgebildet ist. Bis dahin steht das Bild ihrer Träumer in krassem Gegensatz zu den Filmbildern ihrer Umgebung, die vom harten Überlebenskampf zwischen Schrott, Alkohol und Gewalt geprägt ist. Als die beiden Freunde sich mit einem Säugling in die sattgrüne Landschaft der Masuren begeben, ist dies wie ein Aufatmen, eine paradiesische Belohnung für die Qual auf Erden. Die Reise dorthin ist für Edi eine Rückkehr in die Umgebung seiner Kindheit, von der der Film immer wieder eine gleiche Erinnerungssequenz zeigt: aus der Vogelperspektive gefilmt: ein Steg, der in einen See führt, darauf liegend ein Junge mit nacktem Oberkörper, der Stöckchen im Wasser treiben läßt. Schon regnet es wider und die Kamera ruht auf dem Anblick, von dem sie nie genug bekommen kann. Tropen, die dunkle Wasseroberfläche aufwühlen. In einer eher komischen als dramatischen Szene wird Edi sein gestörtes Verhältnis zu seinem Bruder klären. Am Ende kehren Edi und Jurek wieder zu ihrem Leben in der Stadt zurück, wo sie ihr “eigenes leben” und ihre tiefe Freundschaft haben. Die Landschaft über ihrem Bett ist nun kein unerreichbarer Traum oder eine schmerzlich ferne Kindheitserinnerung mehr. Sie können sie jederzeit besuchen.
Edi Piotr Trzaskalski, Polen 2002 |