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klasse beitrag.-)
von taurin pulver: 5. Dezember, 07:42
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Klasse Beitrag! .-)
von taurin pulver: 5. Dezember, 07:38
Na da habt ihr euch ja ein paar besonders einfallsreiche kommentare eingefangen.
Also ich finde die Bilder auch ...
von pokerfieber.com: 24. Juli, 17:26
Poker Einzahlungsbonus
Sehr schön mal eure Anfänge ...
von alfred14: 14. Juli, 20:52
Treue halten
Ich werde Euch auch unter der neuen ...
von unternehmensberater: 16. September, 19:00
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herr jonas über Gettin the man s foot outta your badasssss!

You bled my momma. You bled my poppa. But you won´t bled me. Sweet Sweetback Badasssss Song und Gettin´ the man´s foot outta your Badasssss!


Regie: Melvin van Peebles
USA 1971 93`

Regie: Mario van Peebles
USA 2003 108`


Zu den wohl bekanntesten Blaxploitationfilmen zählt die Shaft Trilogie, stellt sie sich doch tragischer Weise bei der politischen Betrachtung des Genres als konterrevolutionär verglichen zu anderen Filme gleichnamigen Phänomens dar. Shaft, der schwarze Detektiv, der die Straßen und marginalen Viertel wie kein anderer kennt und dem System so viel besser dienen kann als andere Polizisten. Die Figur Shaft als Afroamerikaner hätte es nicht gegeben, wäre Sweet Sweetback Badasssss Song kein so überraschend kommerzieller Erfolg geworden. Dieser war der erste Film von Schwarzen für die Black Community, der seinem Produzenten, Regisseur und Hauptdarsteller Melvin van Peebles zum so genannten „Godfather of Blaxploitation“ machte. Ein Film gegen die Unterdrückung der Schwarzen, obgleich nicht aus dieser direkt resultiert, so doch cineastischer Ausdruck der Black Power Bewegung Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre. Während es bisher noch keinen Film mit einem schwarzen Protagonisten gab, so reduzierte sich die bisherige Darstellung schwarzer Filmfiguren auf den dummen Helfershelfer, dem Sklaven oder als gutmütigen Onkel Tom Stereotypen.


Sweetback ist ein Zuhälter und Live Sex Performer. Allein darin eröffnet sich bereits das kritische Potenzial des Films. Der amerikanische Alptraum, der marginalisierte schwarze Mann aus der Unterwelt wird zum Helden. Der Pimp wird zum politischen Symbol afroamerikanischer Subkultur, ist er doch der erste, der es schafft in der Marginalität Macht auf den weißen Mann auszuüben.


Sweetback, der Anfangs noch mit korrupten Polizisten zusammen arbeitet, wird Zeuge wie eben diese den schwarzen Anführer Mu – Mu zusammen schlagen. Er greift ein, tötet die Polizisten. Erstmals wird nicht nur die Gewalt der Polizei, sondern auch die Legitimierung und die Vertuschung dessen vor der Presse gezeigt. Sweetback befindet sich seitdem auf der Flucht. Er läuft und läuft unterlegt von Musik der frühen Earth, Wind and Fire zu denen Melvin van Peebles singt: „You bled my momma, you bled my poppa, but you won´t bled me!“ Ein Aufschrei. Eine Kampfansage. Eine Parole zum durchhalten. Die Flucht, das Laufen wird wie in Sabus Filmen zum Prozess der Selbsterkenntnis. Eine Metapher für die marginalisierte Afroamerikanische Gemeinschaft.


Unterwegs werden sie von einer weißen Rockergang gestoppt und zum Duell aufgefordert. Sweetback darf die Waffen wählen. Er entscheidet sich für „Fucking“ und gewinnt, in dem er die weiße Anführerin befriedigt. Ganz nach der Maxime der Black Panther Bewegung „by all means necessary“ wird Sex und schwarze Potenz zur Waffe. Melvin van Peebles Phallus und Adoniskörper als Ausdruck schwarzen Stolzes: „I´m black and proud!“. Er wird trotzdem verraten, tötet aber die Polizisten, die ihn festnehmen wollten und schafft es über die Grenze nach Mexiko.


Der Abspann „A baad asssss nigger is coming back to collect some dues“ gleicht einer Warnung. Ein Skandal, kann doch ein Film keinen Schwarzen zeigen, der Weiße tötet und am Schluss noch damit durchkommen. Es findet sich lange kein Verleih. Und auf Grund eines X-Ratings wollen nur zwei Kinos den Film zeigen. Er wird trotzdem zum Erfolg. Ohne die kontextuelle Bewertung sieht sich Sweet Sweetback Badasssss Song heute wie eine Mischung Godardhafter Nouvelle Vague und Trash.


Mit Gettin´ the man´s foot outa your Badasssss! dokumentiert Melvin van Peebles Sohn Mario den Entstehungsprozess von Sweet Sweetback Badasssss Song. Es ist nicht nur eine liebevolle Hommage an den Vater und den passionierten Filmemacher als solchen, sondern Dokument des Filmemachens als politischer Akt. Melvin van Peebles als schwarzer Regisseur hatte die Möglichkeit seinen ersten Film Watermalon Man dem Missverständnis zu verdanken, dass er auf Grund eines Frankreichs Aufenthaltes von den Studios für einen Franzosen gehalten wurde und so unter Vertrag genommen. Trotz des Erfolgs des Debüts lässt sich für Sweetback, seiner Thematik wegen, kein Produzent finden. Der Vertrag mit Columbia wird gekündigt. Auch die Gewerkschaft muss umgangen werden, besteht Melvin van Peebles doch darauf seinen Film ausschließlich mit einem Team Zugehöriger ethnischer Minderheiten zu machen.


Das politische Potenzial Gettin` the Mans foot outta your Badasssss besteht nicht nur in der Dokumentation dessen. Mario van Peebles als Vertreter des New Black Cinemas schafft es eine Brücke zwischen beiden Genres zu schlagen. Waren doch in seinem Film New Jack City der Held ein schwarzer Undercover Agent, der Antagonist der schwarze Zuhälter und Drogendealer, zeigen sich hier notwendige Wandlungen im Verständnis und in der strategischen Einsetzung afroamerikanischer Symbole analog zum Wandel der Zeit und der Gesellschaft. Durch das Mainstream werden von HipHop und die Omnipräsenz an Videoclips selbigen Genres wurde der Pimp zum Stereotyp, die einstigen Symbole zu Sexismus und zur bloßen Zurschaustellung hedonistischer Lebensäußerung. Die politische Relevanz Gettin´ the man´s foot outa your Badasssss! über eine schwarze Gemeinschaft hinaus, liegt darin den Kontext zu erklären und die alten Symbole und Strategien ihre verlorene Bedeutung zurück zu geben bzw. von neuem aufzuladen. Gerade auch für ein weißes, europäisches Publikum, haben doch diverse Subkulturen im Pop, durch unreflektierte Retroisierung (Punk) oder Adaption (eben HipHop) im Mainstream wie auch größtenteils im Underground ihr kritisches Potenzial verloren und sich vom Ursprung weg entpolitisiert.
Die Notwendigkeit eben diesen Vorgehens, zeigt sich auch im Mainstream. Snoop Doggy Dogg arbeitet derweil an einem Remake von Gordon Park Jr´s. Blaxploitationklassiker Superfly.
 

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