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Erstens ist diese Kritik bereits ...
von miro: 5. Mai, 23:53
Ungeheure Lügen
Du bist ja nicht mehr ganz dicht. ...
von claasclever: 26. April, 21:33
...
sehr gut, DANKE!!!
von suchmaschinenoptimierung: 20. November, 18:07
Oberfläche
Diese Kritik hat interessant vorgelegt, ...
von medienkind: 28. Mai, 23:55
Dann den Direktlink probieren:
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von admin: 12. Mai, 00:40
13 Lakes
20:30:40
2LDK
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wenke über Model Shop

Model Shop

George hat Hände, die denen eines verklemmten Pubertierenden gleichen. Warum muß Demy diese unansehnlichen kurzgeknabberten Finger immer wieder ins Zentrum der Bilder von Model Shop rücken? Ein Versehen? Der Anblick der schwarzumränderten kurzen Nägel reißt mich bei jeder Großaufnahme aus der Handlung. Wenn sich unser Held eine Zigarette anzündet, eine Münze in den Automaten wirft, da zerrissene Photo von Cécile in den Händen hält, finde ich das Bild durch das störende Detail abstoßend. Solche Finger stehen in Kontrast zu den Gesten, die sie vollführen, aber in Einklang mit der Gefühlslage von George, die in seinen Handlungen sichtbar wird. Immer wieder starrt George auf die Pumpe (?), die neben seinem Haus ihre ziellose Bewegung pausenlos fortführt. Diese Pumpen und die eher ärmlichen Häuser, die an der Küstenstraße ohne jede Idyll versammelt sind, zeigt die Kamera in eine milchiges Licht getaucht. In allen anderen Bildern wird der Farbfilm gefeiert. Die Wohnungen strotzen vor bunten Hippie-Plakaten, geblümten Hemden, pinken aufblasbaren Sofakissen. Nur ein weiteres mal, wenn George, nachdem er Cécile zum ersten Mal gefolgt ist, sehen wir uns mit dem milchigen Licht konfrontiert. Als George seinen Blick über LA schweifen läßt, sehen wir zuerst das graue Panorama der zersiedelten Stadt (und nicht etwa grüne Hügel vor dem nur wenige Kilometer entfernten Hollywood). Dann sein Gesicht. Sein Ausdruck schwankt irgendwo zwischen Traurigkeit und Verachtung. In einer der nächsten Szenen wird der leidenschaftslose Architekt einem Freund eben diese Situation ganz anders schildern, als die Kamera sie uns gezeigt hat. George spricht von einem erhebenden Gefühl beim Anblick der Stadt und seinem tiefen Schaffensdrang, der nur von der derzeitigen Lage seines Gewerbes unterbunden werde. Irgendwie schafft es George, sich pausenlos zu bescheißen. Ihm werden nicht die happy music und die gutgemeinten Ratschläge seiner blumigen freunde zu ein wenig Ehrlichkeit mit sich selbst verhelfen, sondern der Anblick und die Ausstrahlung der schwarzweißen Cécile. Ihre Schönheit kommt auf dem SW-Photo, das George von ihr schießt besser zum Ausdruck, als auf der rosa Plüschdecke der farbfilmischen natura. In den langen Szenen und Dialogen zwischen George und Cécile finden die beiden jedoch nicht wirklich zueinander. George findet den Anfang eines Fadens, als sich das Ende seiner Geschichte anzukünden beginnt. Der Vietnamkrieg zieht als bedrohliche Düsenjägersoundkulisse in sein Leben ein. Bis an sein Ende Nägel gekaut.
 

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