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sehr gut, DANKE!!!
von suchmaschinenoptimierung: 20. November, 18:07
Oberfläche
Diese Kritik hat interessant vorgelegt, ...
von medienkind: 28. Mai, 23:55
Dann den Direktlink probieren:
http://filmkritik.typolis.net/
von admin: 12. Mai, 00:40
Phantastisch
Kann dem Vorredner nur zustimmen. ...
von romme: 3. März, 17:30
Voller Poesie und Ausdruck.
Wirklich Tolle Bilder.
von bigiphone: 13. Dezember, 09:36
13 Lakes
20:30:40
2LDK
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anna knopf über Montag kommen die Fenster

den glaser bestellen

Montag kommen die Fenster,

Am Ende des Films erklärt Koehler die Scherben als ironische Einlage. Dabei hat der Film soviel vom Text und auch genug Töne, die da laut werden und Steine, die Stein auf Stein so viele Scherben produzieren, dass da auch kein Glaser mehr hilft.

1. Textzeile: "Du hörst mich singen, aber Du kennst mich nicht. Du weißt nicht für wen ich singe, aber ich sing für Dich." Im Film geht es um das unbewusste Handeln, dass aber dadurch bewusst wird. So sagt es Koehler in seinem Schlussgespräch: Das Publikum ist intelligent, es müssen keine Figuren psychologisiert werden. Deutet ebenso auf die Textzeile im Scherben Lied "Und wenn Du mich jetzt verstehen willst, dann verstehst Du mich", hin.
Da ergeben sich Gewohnheiten im Bett und Ungewohnheiten wenn Nina einen Tennisprofi küsst, der ihr vorher ein Glas unterm Kopf wegzieht. Ein Haus das nicht fertig wird und ein Hotel mit Schleife. Denn weil sie nicht wohnen, können sie nicht leben, so will es spätestens die Werbeindustrie und so sagt es auch Charlotte, oder auch DAS Kind in seinem ersten Satz: "Die sind alle schon tot."

2. Textzeile: "Ich bin aufgewacht und hab´gesehen, woher wir kommen, wohin wir gehen." Nina wacht im Hotel auf, sie sieht, was sie nicht will und sie weiß nicht WAS sie will. Sie schlafwandelt in einem Zustand aus innerer Müdigkeit in den Gesichtszügen und äußeren Störungen, die Einzug gehalten haben in ein Haus ohne Fenster, in das der Wind so ziemlich alles trägt. Auch Bilder von Charlotte, die glücklich ist, im eingerahmten Zuhause bei den Großeltern und vor zu vielen Hunden doch Angst hat. Ninas Tatort-Blick auf das Kind aus dem Garten in die Eintracht bleibt ein Blick, und wird nicht zur Handlung, eben ein "hab´ gesehen".

3. Textzeile: "und der lange Weg der vor uns liegt führt Schritt für Schritt ins Paradies." Paradies oder Schlaraffenland Hotel. Nina isst, oder so ähnlich halbrohes Fleisch und verschüttet Tabasco. Ihr schlafwandlerischer Zustand vermengt Vermutungen mit Tatsachen und wichtiges mit unwichtigem. Es ist alles einfach unaufhörlich da.

4. Textzeile: "Ich hab lang gewartet und nachgedacht, hatte viele Träume und jetzt bin ich wach". Nina wacht nicht auf, weil sie nicht träumt. Weil sie jetzt schon lebt und nicht wohnen will. Weil sie wartet und Warten ein Zwischenzustand ist. Ein Zwischenzustand, der im Film etwas zwischen Tag und Nacht ist. Dunkel und Helldunkel, wenn der Wald neblig alles einfriert. Lebensentwürfe zwischen Liverollenspiel und Praktikum im Bundestag. Sie sagt ihm: "Ich komm nicht mehr zurück."

5. und letzte Textzeile: "Wenn wir suchen finden wir das neue Land, uns trennt nichts vom Paradies außer unserer Angst." Ich weiß, dass hier Schluss sein muss, als Sie zur Beerdigung fahren. Das fühlt sich echt an. Man sitzt mit im Auto. Ich weiß, dass sie es versuchen werden und das es nicht gehen wird. Das war ehrlich. Und beim sich nicht mehr anschauen können kommt der Abspann gerade recht.
Alles andere wäre paradiesisch mutig gewesen.

Montag kommen die Fenster
D, 2006, ´88
Regie/ Buch: Ulrich Köhler
mit: Isabelle Menke, Hans-Jochen Wagner ...






 

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