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von miro: 5. Mai, 23:53
Ungeheure Lügen
Du bist ja nicht mehr ganz dicht. ...
von claasclever: 26. April, 21:33
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sehr gut, DANKE!!!
von suchmaschinenoptimierung: 20. November, 18:07
Oberfläche
Diese Kritik hat interessant vorgelegt, ...
von medienkind: 28. Mai, 23:55
Dann den Direktlink probieren:
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von admin: 12. Mai, 00:40
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lea über Nicht boese sein

Nicht böse sein! von Wolfgang Reinke

Dieser Film findet hoffentlich bald einen Verleiher, bisher war er nur in der fsk-Premiere am 25. Februar zu sehen. Einen Trailer und weitere Informationen findet man unter http://www.nichtboesesein.de/





Die Stillleben, die eingefangen wurden, sind wunderschön – das hat auch mit der tollen Filmmusik zu tun. Der Anfang, der ganz demonstrativ mit den Zimmer-Stillleben arbeitet ist sehr gelungen: Als man Andis Zimmer mit dem Kamera-Auge durchfährt, das Zimmer, das nicht breiter ist, als die schmale Matraze, die drin liegt, fragt man sich: Seltsam, da sind Bad-Utensilien, aber daneben auch etwas zu essen, und da stehen mehrere Zahnbürsten, was um alles in der Welt ist das für ein Zimmer? Erst später erfährt man, dass die drei Hauptpersonen zusammen in einer 1-Zimmer-Wohnung leben und Andi deshalb sein Lager nachts im Bad aufschlägt.
Aber nicht nur am Anfang gibt es visuelle Genüsse: Bei ganz einfachen Szenen, z.B. wenn wir Wolfgang an der Schreibmaschine beobachten oder in Interviewszenen (die in anderen Filmen visuell total langweilig sind), ist der Cadre so geschickt gesetzt, dass z.B. ein absurdes Reh auf Wolfgangs Pulli mit einem Tier von einem an die Wand gehefteten Kalender korrespondiert.
Zwischen den oft harten Bildern aus dem Alltag dieser drei gibt es immer wieder bewegte Stillleben, wie sanft wehendes Wassergras, Regentropfen im Hof oder der Blick über Kreuzberg aus den Fenstern der U1, dazu die wunderbare Musik. Diese audio-visuellen Bilder sind so stimmig, einerseits kann man Augen und Ohren bei Ihnen ausruhen und nachdenken, andererseits sind sie nicht abgehoben vom sonstigen Geschehen, sondern stammen aus der unmittelbaren Umgebung der Hauptpersonen – wie z.B. das Wassergras bei ihrem Ausflug ins Grüne aufgenommen wurde. Deshalb stehen diese Bilder nicht im Kontrast zu dem manchmal trostlosen Leben der Männer, sondern ergänzen es, machen an diesem Leben die unbewussten, poetischen Seiten sichtbar. Sie weisen uns quasi audi-visuell auf die Schönheit, die Menschlickeit hin, die trotz des Elends immer wieder aus den Aussagen und dem Miteinander der drei Männer hervorfunkelt. Aber der Reichtum ihrer Gedanken und Lebenskonzepte ist ein Thema für’s nächste Mal...

"Nicht böse sein!", Berlin 2005
Regie, Produktion, Montage: Wolfgang Reinke
Bild, Montage: Gines Olivares
Musik: Christian Steinhäuser
 

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