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klasse beitrag.-)
von taurin pulver: 5. Dezember, 07:42
...
Klasse Beitrag! .-)
von taurin pulver: 5. Dezember, 07:38
Na da habt ihr euch ja ein paar besonders einfallsreiche kommentare eingefangen.
Also ich finde die Bilder auch ...
von pokerfieber.com: 24. Juli, 17:26
Poker Einzahlungsbonus
Sehr schön mal eure Anfänge ...
von alfred14: 14. Juli, 20:52
Treue halten
Ich werde Euch auch unter der neuen ...
von unternehmensberater: 16. September, 19:00
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peter folk über Songs From The Second Floor

Stau in Schweden

B/R: Roy Andersson
Schweden 2001

Eigentlich stimmt alles in diesem Film: die grandiosen Schauspieler, die Bilder der Kamera, die umwerfenden Settings (die den Film wahrscheinlich nur im Kino wirken lassen). Alles geht gut los. Skurrile Szenerien, Charaktergesichter, perfekte Choreographie, jeder Schritt ist einstudiert. Bravo! Und dann nach zehn Minuten hat man verstanden: hier ist der Stillstand eingekehrt, die Entropie am Ende der Fortschrittskurve, an die sich die Protagonisten dennoch immer noch klammern. Ein Stau ist entstanden, dessen Grund niemand kennt, der sich nur in einer Richtung zu bewegen scheint, Geschäfte gehen zu Grunde, es helfen nur noch Versicherungsbetrug und verzweifelte Geschäftsideen, die selbst vor der Verhökerung des Heiligenbildes nicht halt machen. Der Untergang des Abendlandes ist Realität geworden. Nichts geht mehr. Der Zusammenbruch der normalen Ordnung ist nicht mehr aufzuhalten, irgendwo gibt es einen besseren Ort da draussen. Auf zum Flughafen!
Bis dahin verfolgt der Film sein Thema konsequent in statischen Einzelbildern, die an zusammen montierte Theaterinszenierungen erinnern. Aber warum läßt mich der Film so kalt? Weil er nach dem ersten Drittel schon alles gesagt hat, weil ihm nichts mehr einfällt außer aufwendige Settings (Sonderlob), perfekte Kamera (ebenso) und verrückte Schauspielerfratzen (was für eine unglaubliche Castingagentur muss da am Werk gewesen sein?) Das Bild des Staus als Stillstandsymbol hat man in Godards "Week - end" schon besser gesehen und "Songs from the second floor" folgt seinem französischem Vorbild auf den falschen Wegen. Er findet schlichtweg kein Ende. Da darf dann auch der arme russische Junge nicht fehlen, der von den Nazis erhängt plötzlich wieder auftaucht, als schlechtes Gewissen wahrscheinlich, wer weiss. Dann braucht es auch noch ein Menschenopfer und Kotze auf dem Tresen. Hier will der Film nur noch krass sein und man rutscht nervös auf dem Kinostuhl und schaut sich diesen Streifen nur der Vollständigkeit halber an. Ach ja natürlich, die Kunst schweigt und der Dichter ist im Irrenhaus. Wieso diese Angst vor Emotionen? Ausser Schreien und Herumhampeln hat der Film nicht viel zu bieten und zieht so um sich einen Vorhang intellektueller Kälte, der den Zuschauer nicht mit einbezieht. Vielleicht hängt ja auch alles nur von der Tagesform ab und man muss Lust haben auf dieses Gemisch aus Volksbühneninszenierung und bewegter Fotokunst. Der Film hat nicht wirklich was zu sagen, ausser die täglichen Nachrichten und die daraus folgende De - Normalisierungsangst zu illustrieren. Kein Ausweg, keine Idee. Diese Kunst ist hat nichts zu bieten ausser Oberfläche. Schade, die Idee ist wirklich gut.
 

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